Di

03

Jul

2012

Betrug aus China: Scheinfirmen wenden sich an europäische Unternehmen

Teilen Sie das Video mit anderen Firmen und helfen Sie uns diesen Fall so bekannt wie möglich zu machen. Diese Art von Betrug ist noch relativ unbekannt in Deutschland und viele österreichische und deutsche Firmen wurden auf diese Art bereits betrogen!

Erfahrungsbericht von Thomas Reißmann (Mitinhaber und Videoproduzent von TravelSensations)

Aufenthalt in China: 18.06. – 20.06.2012

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8 Mio. Stadt Zhengzhou in China

Stellen Sie sich vor Ihre Firma bekommt einen Großauftrag aus China.

 

So war es der Fall für uns – zumindest haben wir es bis vor Kurzem noch geglaubt. Die chinesische Firma Henan Wanhua Investment Co., Ltd. kontaktierte uns per Email und gab an, an einer DVD Produktion über Deutschland interessiert zu sein, welche dann in China verkauft und im chinesischen Fernsehen gezeigt werden sollte. Insgesamt müssten 20 Episoden zu jeweils 25 Minuten in HD Qualität produziert werden. Auch gab es Vorgaben was in diesen Episoden beinhaltet werden sollte, dass ein Voice-over auf Englisch gemacht werden müsste und, dass die Musik in China komponiert werden würde.

Als nächstes wurde eine Project Outline angefordert mit Details über die Inhalte der Episoden. Danach wurde noch ein offizielles Angebot angefordert und man einigte sich auf eine Zahlung von 2300 US Dollar pro Minute was dem Auftrag einen Wert von 1,150 000 US Dollar gab. Auch sollten 70% im Voraus gezahlt werden. Binnen kurzem wurde eine Vertragsvorlage angefordert. Die Freude bei dem Team von TravelSensations war groß und ein Anwalt wurde konsultiert, um den Vertrag auszuarbeiten, dessen Konditionen von der chinesischen Firma bis auf kleine Änderungen komplett akzeptiert wurden. Jedoch sollte lt. der chinesischen Firma eine Klausel beigefügt werden und zwar, dass der Vertrag in China notarisiert werden muss.

Visitenkarten der Scheinfirma Henan Wanhua Investiment  Co. Ltd.
Visitenkarten der Scheinfirma Henan Wanhua Investiment Co. Ltd.

Nun wurden wir nach China zur Vertragsunterzeichnung eingeladen und eine offizielle Einladung der Firma für ein Geschäftsvisum wurde geschickt und beim Konsulat vorgelegt. Also buchten wir einen Flug nach Zhengzhou. Die Übersetzerin und der Supervisor begrüßten mich freundlich am Flughafen. Am nächsten Tag wurden im Hotelzimmer weitere Verhandlungen über den Ablauf der Produktion und den Vertrag geführt, die dann dem CEO berichtet werden sollten. Am nächsten Tag war geplant den CEO zu treffen und den Vertrag zu unterzeichnen. Souvenirs als Dankeschön für die Einladung und Gruß aus Deutschland in gelbem Geschenkpapier wurden an den CEO, den Supervisor sowie die Übersetzerin übergeben.

Am folgenden Tag wurde ich in das Büro im Stadtzentrum eingeladen. Ein eher schäbiges kleines Büro mit Empfangsbereich im 5. Stock war der Ort der Unterzeichnung. Visitenkarten wurden ausgetauscht und ein wenig Small-Talk wurde gehalten.

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YouTube nicht zu öffnen in China

Anschließend zeigte der CEO Interesse für unsere Videos. Ich versuchte YouTube zu öffnen und stellte fest, dass es nicht möglich ist. Die YouTube Player auf unseren Webseiten TravelSensations.de und AuthenticHolidayFilms.com konnten folglich nicht genutzt werden und Videos konnten schlussendlich nie angeschaut werden. Facebook und Vimeo sind ebenfalls von der chinesischen Regierung gesperrt. Dies wiederum machte mich sehr stutzig. Wir sind eine Videoproduktionsfirma, werden mit einem solchen großen Projekt beauftragt und Arbeitsproben bzw. unsere Videos wurden nie angeschaut.

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Vertragsunterzeichnung im Büro von "HWI" mit dem angeblichen CEO

Danach unterzeichnete der CEO mit großer Freude den Vertrag. Einige Fotos wurden geschossen und ein roter Stempel siegelte den Vertrag, der allerdings erst rechtsgültig werden sollte sobald er notarisiert wurde.

Nun wies der CEO darauf hin, dass der geschenkte Teddy in bayerischen Lederhosen für einen CEO nicht angebracht war und, dass er diesen an den Sohn gegeben hatte.


Nachdem der CEO den Raum verlassen hatte, wies der Supervisor darauf hin, dass man dem CEO ein angemessenes Geschenk machen sollte. Es sollte dem CEO gegenüber den richtigen Dank und den angemessenen Respekt zeigen. Da oft berichtet wird, dass Geschenke bei Vertragsunterzeichnungen in China wichtig seien und ich merkte, dass der CEO unzufrieden war mit den Souvenirs, stimmte ich dem Supervisor zu und wir gingen zusammen nach einem „geeigneten“ Geschenk schauen.

 

Wir gingen dann in einen „China Gold“ Laden gleich um die Ecke. Dieses Geschäft hatte überall rote Wände und schon im Vitrinenbereich konnte man große, protzige Goldplatten sehen. Nun kam der Vorschlag eine 5400 Dollar Goldplatte zu kaufen, worauf ich mich jedoch nicht einließ. Als nächstes wurde eine Goldplatte für 2700 Dollar vorgeschlagen und auch hierauf ließ ich mich nicht ein. Letztendlich kamen mir die Vorschläge so übertrieben vor, dass ich skeptisch wurde.

 

Dennoch wurde ich zur Feier des Tages in ein Restaurant eingeladen, in dem viel Bier getrunken wurde und chinesisch gegessen wurde. Nach etwa 4 Bier wurde mit einem Taschenrechner hantiert und es wurde der Vorschlag gemacht, dass für die Notarisierung 0,6% des Gesamtwertes des Vertrages gezahlt werde muss, also 9600 US Dollar, wobei TravelSensations 50% zahlen sollte. Daraufhin habe ich entgegnet, dass wir den Betrag gern bezahlen, sobald die erste Vorauszahlung bei uns angekommen ist. Nun kam der Vorschlag, dass ich jetzt sofort 10% zahlen könnte oder später 50%. Da ich jedoch auf Nummer sicher gehen wollte, willigte ich ein die 50 % später nach der ersten Vorauszahlung zu begleichen. Dies wurde ohne Weiteres akzeptiert und wir einigten uns, dass die chinesische Firma vorerst die Kosten tragen würde.

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Liste chinesischer Scheinfirmen

Der Aufenthalt in Zhengzhou/ China ging zu Ende und ich wurde mit dem Taxi zum Flughafen gebracht. Zurück in München wurde weiterhin versprochen, dass die Notarisierung bald stattfinden würde. Die gewonnen Eindrücke in China machten mich so skeptisch, dass ich mich im Internet etwas schlauer machte und ich wurde schnell fündig. Auf der Webseite der Wirtschaftskammer Österreich, fand ich genau diese Firma „Henan Wanhua Investment Co. Ltd.“ als Scheinfirma gelistet. Leider ging diese Webseite erst am 19.06.2012 online, also zu dem Zeitpunkt, als ich mich noch in China befand. Die Gesamtkosten beliefen sich auf etwa 1800 Euro für Flug, Hotel, Souvenirs, Transfers, Verpflegung etc., von dem betriebenen Zeitaufwand für ein umfangreiches Angebot sowie einem Vertragsentwurf gar nicht zu sprechen.

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Offizielle Firmen-Registrierung von Henan Wanhua Investiment Co. Ltd.

Im Gegensatz zu den anderen berichteten Fällen im Internet, stehen wir derzeit noch im Kontakt mit dieser Firma und diese sind auch noch telefonisch erreichbar. Nach der Recherche und der offiziellen Bestätigung der Webseite vom 19.06. der WKO, haben die Chinesen offen darauf angesprochen, dass wir die Information haben, dass es sich um eine Scheinfirma handelt. Diese wollten uns das Gegenteil beweisen und haben uns die offizielle Firmenregistrierung als Anhang in einer Email zugesandt. Die Wirtschaftskammer in Österreich bestätigte uns, dass die Firma offiziell angemeldet und registriert sei, aber es sich dabei um keine seriöse Firma handelt. Weitere Recherchen haben auch ergeben, dass in chinesischen Blogs berichtet wird wie chinesische Privatpersonen und Unternehmen um Geld gebracht wurden. Wir sind jetzt noch perplex mit welchen betrügerischen Machenschaften vorgegangen wird. Diese Firma ist so durchdacht vorgegangen, dass für so gut wie alle Eventualitäten eine Antwort in der Schublade liegt.

 

Wir finden es noch wichtig zu erwähnen, dass der „Executive Director“ sich für den 10. Juli angemeldet hat und nach München kommen möchte, um das Projekt weiter zu besprechen. Unsere Theorie ist, dass diese Scheinfirma mehrere Betrugsfälle gleichzeitig am laufen hat und auf irgendeine Art und Weise versuchen wird den Leuten vor Ort das Geld aus den Taschen zu ziehen. Wir haben uns jedoch entschlossen jeglichen Kontakt nun abzubrechen. Mit unserer Geschichte möchten wir alle Firmen davor warnen den gleichen Fehler zu begehen. Wir hoffen, dass wir genau diese Unternehmen mit unserer Nachricht und dem Video erreichen, die mit der gleichen Scheinfirma derzeit noch in Kontakt stehen und den „Executive Director“ namens Wang Zezhong um den 2. August 2012 erwarten.


Die Moral der Geschichte: Wenn es zu gut klingt, um wahr zu sein, dann ist es sehr wahrscheinlich auch so.

Presseportal

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Kommentare: 31
  • #1

    Tilo Timmermann (Mittwoch, 25 Juli 2012 17:52)

    Super, vielen Dank für den Erfahrungsbericht und das selbstlose Teilen!

  • #2

    Marcel (Sonntag, 19 August 2012 20:27)

    vielen Dank fuer die Warnung. Wie ist der Besuch des CEO gelaufen?

  • #3

    Cybernomade (Sonntag, 19 August 2012 21:23)

    Bin über den nachgenannten Link gewarnt worden. Betrug - Warnung vor Scheinfirmen aus China
    http://www.holzgibtgas.com/viewtopic.php?p=88781#p88781

  • #4

    Herbert Utz (Sonntag, 19 August 2012)

    Youtube, Vimeo und Facebook sind kein Problem in China - einfach Tunnel auf - z.B. HotspotShield - und es läuft. Allerdings hätte das der chinesische "Geschäftspartner" wissen müssen, vor allem, wenn er sich für Videoproduktionen interessiert.

    Und was haben wir gelernt: Münchner sind trinkfest. Das bedeutet, dass wir alle ab sofort den Oktoberfestbesuch als Vorsorgemaßnahmen von der Steuer absetzen sollten.

  • #5

    geistbad (Montag, 20 August 2012 02:38)

    Na, Ihrer Firma fehlt einfach ein chinesischer Übersetzer/Dolmetscher! Wenn Herr Reißmann vorher einen Übersetzer gefunden hätte, hätte es keinesfalls geschehen sollen. Erstens, man kann einfach den Name von der Firma (河南万华投资有限公司) oder den Name vom Chef (杨明庆) googlen, würde man sofort finden, daß die eine Scheinfirma ist. Zweitens, hat Herr Reißmann nicht bemerkt hat, daß das Datum unter Dezember,2016 unterschrieben hat (3:16)!?

  • #6

    Kritiker (Montag, 20 August 2012 06:28)

    Sobald Kapitalistenschweine wie Sie Geldregen vor den Augen sehen und erhoffen, verlieren sie jeglichen Verstand und Vernunft und die Intelligenz fällt auf das tiefste Niveau. Da werden die Betrüger zum Schlauen, die Betrogenen zum Dummen. Das sollte Ihnen eine Lektion gewesen sein, über Ihre Profitsucht zu reflektieren, denn Geld muss man sich hart erarbeiten, keiner schenkt es Ihnen, schon gar nicht im 21. Jahrhundert. Wie Albert Einstein sagte, die menschliche Dummheit ist unendlich.

  • #7

    Echo (Montag, 20 August 2012 07:17)

    @Kritiker: Ein Auftrag mit großem Volumen bedeutet auch entsprechend viel Arbeit - ihn anzunehmen, heisst also nicht, etwas geschenkt zu bekommen. Sie sollten zudem nicht ignorieren, dass Herr Reißmann trotz verlockendem Angebot und Alkohol hinter die Scharade gekommen ist. Es ist also gänzlich unnötig, dass Sie ihn derart beleidigen - schämen Sie sich was!

  • #8

    Georg Ehrensperger (Montag, 20 August 2012 09:06)

    @Kritiker:

    Oh Sie Armseliger im Gemüte und Geiste: Ein Kapitalist lebt von den Erträgen seines Kapitals. Herr Reißmann dagegen lebt davon, dass er seine Arbeitskraft einsetzt. Er ist Unternehmer und kein Unterlasser. Als Mitinhaber einer GbR haftet er zudem mit seinem Privatvermögen (im Gegensatz z.B. zu Bankern, die mit fremdem Kapital spekulieren).

    Und ja, als Unternehmer muss man ab und zu Risiken eingehen. Da ist eine vergebliche Reise nach China noch im überschaubaren Rahmen. Betrogen werden kann man auch hierzulande. Und letztendlich hat er es richtig gemacht: Kickbacks, Provisionen, Gebühren etc. erst zahlen, wenn das Geld auf dem Konto ist.

    Ohne Freiberufler und kleine und mittelständische Unternehmen wie die Firma von Herr Reißmann wäre unsere Wirtschaft nichts wert und so Kleingeister wie Sie könnten sich vermutlich nicht mal die Internetflatrate leisten.
    Und ja: Schämen Sie sich. Albert Einstein hatte Recht. Er meinte Sie und Ihresgleichen.

  • #9

    Kritiker (Montag, 20 August 2012 09:07)

    @Echo: Ich schäme, aber nicht für die Fakten, die ich angesprochen habe, sondern dass Menschen selbst 300 Jahre nach dem Zeitalter der Aufklärung immer noch voller Naivität sind und von Dummheit geprägt sind - und ich gehöre dieser Spezies an. "Ein Auftrag mit großem Volumen" - das sagen sie selbst, also steckt dahinter auch ein großer Profit. Wer von Geld geblendet ist, hat natürlich nur einen Tunnelblick und kann möglicher Konsequenzen nicht berechnen.

    Herr Reißmann will mit seinem Video nicht die Leute warnen (denn der Inhalt seiner Warnung ist nichts neues, es gehört sogar zum Allgemeinwissen und -bildung), sondern will seine eigene Torheit rechtfertigen und von seinen selbstverschuldeten Fehlern ablenken und mit dem Finger auf andere böse Leute zeigen.

    Wie das Sprichwort besagt: Es ist einfach, die Fehler in andere zu suchen, aber am schwierigsten, diese in sich selbst zu finden.

  • #10

    Kritiker (Montag, 20 August 2012 09:13)

    @Georg Ehrensperger:

    Wer Risiken eingeht, ohne Kenntnisse über dem Tellerrand zu besitzen (in diesem Fall profundes Wissen über wirtschaftliche Beziehung und Geschäftsstrategien und -etiketten mit chin. Geschäftspartnern), der braucht sich nicht zu wundern, wenn er sehr tief fällt.

    Wieviele ausländische Unternehmer haben eine solch bittere Enttäuschung und Niederlage erfahren müssen, weil eben genau dieses Wissen gefehlt hat? Wer einen Auftrag mit Aussicht auf Beträgen in Millionenhöhe erhält, der sollte sich auch einen Ratgeber mit entsprechendem sinologischen Wissen zur Seite ziehen. Er kostet zwar was, aber der Gewinn ist schließlich umso höher.

    Ignoranz ist wirklich eine westliche Tugend. Und auf Ihre persönlichen Angriffe brauche ich nicht mal einzugehen, da Sie keine wirklichen Argumente bringen konnten, machen Sie sich dadurch noch lächerlicher und erbärmlicher ;) Leben Sie ruhig mit dieser Schande ~

  • #11

    daujoons (Montag, 20 August 2012 10:06)

    @Kritiker: Ich habe schon von Trolls gehört, bin selbst aber nie einem begegnet- bis jetzt jedenfalls! So also sehen Wortmeldungen von Menschen aus, deren geistiger Horizont nicht ausreicht, einen Artikel zu verstehen, deren Selbstdarstellungstrieb aber so groß ist, sich dennoch dazu äußern zu müssen. Interessant! Allerdings finde ich, dass der Begriff "Troll" nur unzureichend beschreibt, was Ihre Beiträge ausmacht- einen offenbar nicht kontollierbaren Hass eines Systemverlierers...

  • #12

    Bennie (Montag, 20 August 2012 10:18)

    Ich betreibe selbst ein Medienunternehmen. Wir hatten schon Anfragen, die auf den ersten Blick wesentlich mehr nach Betrug und Scheinfirma aussahen als die geschilderte Story. Manchmal dachte ich schon, jemand erlaube sich einen verspäteten Aprilscherz.

    Natürlich klopft man solche Anfragen ab, wie das auch Herr Reißmann getan hat. Verblüffenderweise waren die meisten dieser haarsträubenden Anfragen seriös und sind reibungslos abgelaufen. Bei den offensichtlich unseriösen oder den auch auf den zweiten Blick fragwürdigen haben wir die Finger von der Sache gelassen.

    Merke: Bloß weil etwas ungewöhnlich aussieht, muss es nicht unseriös sein. Allerdings: Trust but verify.

  • #13

    Horst Schabulke (Montag, 20 August 2012 10:53)

    Vielen Dank für den Bericht Herr Reissmann!

    Und an den Über-Troll: Reissmann ist eben nicht hereingefallen. (Wenn man mal von den Spesen absieht!)
    Ein Unternhemer wird immer da zuschlagen wo er Chancen sieht. Dafür ist er ja Unternehmer. Ein Looser, wie Kritiker-Troll, wird immer nur die Gefahren sehen und alles unterlassen, aber dafür ganz ganz heftig mit verschiedenen Schildchen protestieren gehen, und ganz schlau hinterhermaulen was niemanden hilft.

    Danke nochmals für den Mut sich selbst zu stellen und anderen dafür helfen.
    Hast Du das auch schon mal gemacht, Du ganz ganz schlauer Kritiker-Troll Du? Bestimmt nicht.

  • #14

    Shanghai (Montag, 20 August 2012 11:12)

    @geistbad, da steht nix von Dezember 2016, sondern 20/6/12
    wer lesen kann ist klar im Vorteil ;)

  • #15

    Bennie (Montag, 20 August 2012 11:40)

    @geistbad

    "Na, Ihrer Firma fehlt einfach ein chinesischer Übersetzer/Dolmetscher! Wenn Herr Reißmann vorher einen Übersetzer gefunden hätte, hätte es keinesfalls geschehen sollen."

    Auf keinen Fall hätte er aber Sie als Übersetzer oder gar Berater engagieren dürfen.

    Aber Spaß beiseite: Jede Recherche kostet Geld. Man bezahlt einen Übersetzer (am besten einen, der das Datum lesen kann), schaltet eine Detektei ein, oder die Schufa. Oder man fliegt hin und vergewissert sich vor Ort, ob alles in Ordnung ist.

  • #16

    Unternehmer (Montag, 20 August 2012 11:53)

    Vielen Dank für Ihren Bericht Herr Reißmann !

    @Kritiker
    Sag mal hat Dich Mama und Papa gar nicht geliebt, dass Du so andere Menschen beleidigen musst oder ist es wirklich nur die Unzufriedenheit Deines anscheinend erbärmlichen Daseins ?

  • #17

    Elcycinu (Montag, 20 August 2012 12:34)

    @ Kritiker [Forentroll] #6 Einstein: "die menschliche Dummheit ist unendlich" 'quod erat demonstrandum' Ihr Betrag #6 bis auf Ihr Zitat beweist dies.

    Reflektieren wir doch mal. Was haben Sie von MITTELSTÄNDISCH nicht verstanden? Oder meinen Sie weil die Firma des Erstellers des Videos sich wagt als UNTERNEHMEN zu bezeichnen sei dies auf jeden Fall auf der bösen Kapitalisten-Seite anzusiedeln?

    Wer lesen kann ist klar im Vorteil.

    Alle anderen Dinge wurden bereits schon geschrieben/ geantwortet. Interessante Unterstellung dass ein Mittelständler NICHT[!!! SIC!] arbeiten würde. Würde er das tatsächlich nicht tun, wäre sein Unternehmen übermorgen pleite. Da er für eine Pleite haftet und generell nicht daran interessiert ist seine Lebensgrundlage aufzugeben. Ist Ihr Argument widerlegt. Arbeit= Notwenige Bedingung für die berufliche Existenz.

    So weit E.

  • #18

    Lür Waldmann (Montag, 20 August 2012 14:31)

    Tja, wenn das selbe Angebot aus Nigeria gekommen wäre, hätte der Empfänger die Mail sicher in den SPAM Ordner gepackt.

  • #19

    Erleuchteter (Montag, 20 August 2012 16:13)

    @ Kritiker:

    Um auf deinem Niveau zu bleiben: Geh' Scheißen!

  • #20

    CEO (Montag, 20 August 2012 18:01)

    Es gibt so viele Möglichkeiten auch über die AHK in China und über Banken, Unternehmen im Ausland prüfen zu lassen.

    Es ist für mich unverständlich, wenn ich immer wieder von solchen Dingen höre. Es gibt in China auch Deutsche, die genau die gleichen Geschäfte machen mit den eigenen Landsleuten. Sowas kommt genauso oft vor wie von Chinesen.

    Lieber an eine Agentur oder Beratungsfirma wenden, die einen Europäischen und chinesischen, vor allem auch juristischen Background hat und diese dazu nehmen.

    Dann passiert so etwas sicher nicht. Gute Geschäfte in China dauern immer seine Zeit und werden nie von heute auf morgen zum Abschluss kommen. Würden wir hier in Deutschland / Europa auch nicht machen.

    Also vorher hier alle Quellen nutzen und 100-200 Euro investieren und sicher sein oder eine gute Beratungsfirma hinzuziehen.

    Kann ich Ihnen auch jederzeit gerne ein zwei sehr gute / mit sehr guten Referenzen / empfehlen !!!

  • #21

    Bayern (Montag, 20 August 2012 19:04)

    @Kritiker
    Man sieht bei anderen immer dass was im eigenen ICH enthalten ist.
    Es wäre angebracht Ihren Ärger zu heilen.

  • #22

    Alex (Dienstag, 21 August 2012 09:41)

    Vielen Dank für diesen interessanten Bericht.

    Leider musste ich auch schon negative Erfahrungen mit "chinesischer Business Ethik" sammeln: Ich bin Skateboard Produzent und habe mich verleiten lassen, Geschäfte mit einem Werk (Jeeping Wooden Industrial and Sports) in Minzhong/Zhongshan zu machen.
    (Also genau das Gegenteil von Ihrer Erfahrung, wo Sie Auftragnehmer waren.)

    Ich habe dem jungen und englisch sehr eloquenten Geschäftsführer (Yuche Su) ab einem gewissen Punkt (nachdem eine erste Produktion erfolgreich lief) absolut vertraut. Wir haben gemeinsam Messen hier in Deutschland besucht und er hat sogar bei uns übernachtet.

    Danach musste ich leider feststellen, dass Entwürfe/Shapes 1:1 and andere Kunden weitergegeben wurden und das wir über die Aluminium-Legierungen für eine von uns entwickelte und dort zu produzierende Skateboardachse belogen wurden. Zum Glück konnten wir diesen Betrug rechtzeitig durch eine Materialanalyse aufdecken. Der Schaden (die Kosten für eine für seine Maschinen passende Gussform, ca. 10.000 US$) war noch verhältnismäßig gering, verglichen, was für einen Imageschaden wir mit einem kompletten Produktionslauf minderwertiger und verbiegender Achsen getragen hätten.
    (Das gleiche ist übrigens auch einem der größten kanadischen Longboard brands dort passiert, allerdings gelangten deren Achsen in den Markt.)

    Ich hatte mich bis zu diesem Zeitpunkt vehement gegen die klassischen Vorurteile über chinesische Geschäftspraktiken gewehrt. Nun muss ich leider auch in diees Horn blasen (auch wenn mich der Antikapitalismustroll hier nun als Rassist beschimpfen mag):
    Es gibt keine Integrität und Ehrlichkeit bei chinesischen Werken. Loyal ist der Produzent immer dem gerade größten Kunden gegenüber, von dem er sich den größten Profit erhofft. Kleinere innovative Marken werden gnadenlos and die "großen Haie" verfüttert, solange dies dem Produzenten dient.

    Die günstigeren Preise sind den Ärger und Aufwand nicht Wert, dort zu produzieren. Eine permanente Überwachung der Produktion und Abnahme vor Ort ist das absolute Minimum. Dann lieber hier in Europa produzieren, doppelte Preise zahlen, aber auch doppelte Qualität erhalten. Mal vom Imagegewinn für das Produkt bei europäischer Produktion ganz abgesehen ...

  • #23

    Nadja Lamp (Freitag, 24 August 2012 11:15)

    Vielen Dank für Eure Kommentare und Erfahrungsberichte mit chinesischen Firmen. Auf unserer englischen Seite findet Ihr zusätzlich Erfahrungsberichte von anderen europäischen Firmen, die von Henan Wanhua um Geld gebracht wurden: http://www.filmingholidays.com/2012/07/18/beware-b2b-scam-from-china/

  • #24

    Sean (Sonntag, 02 September 2012 11:03)

    Vielen Dank für den sehr ausführlichen Bericht! Auch ich bin der Meinung, dass Herr Reißmann alles richtig gemacht hat!

    @22, Alex: Was die Produktion in China betrifft, kann die Firma Steiff (Teddybären) ein Lied davon singen....

  • #25

    Daniel (Dienstag, 18 Dezember 2012 22:43)

    DANKE! Finde es toll, dass Sie ihre Erfahrungen Austauschen!
    Weiter so! :-)

  • #26

    René Zingg (Montag, 14 Januar 2013 11:05)

    @ Reissmann. Meine Firma(CH) hatte eine vergleichbare Anfrage vom selben Unternehmen im Frühling 2012 erhalten. Unsere Recherchen wie zB. Credit Report, Nachfrage beim Ex Schweizer Botschafter (Wir waren damals für ein Team aus Singapur beim Botschafter tätig), exakte technische Vorgaben welche kompetentes Fach-Wissen voraussetzen etc. haben vermuten lassen dass die Anfrage seriös genug ist um sie weiter zu verfolgen. Ich bin also auch im Juni 2012 nach China geflogen um einen Vertrag zu unterzeichen.
    Nachdem ein Excecutive Manager am 2. August nicht erschienen ist wurde unsere Vermutung/Befürchtung bestätigt dass es sich trotz allem um einen Fake handelt. Nun da ich auf ihrem Video dieselben Stempel und denselben CEO Yang Mingqing sehe (Ich hab noch ein Foto von Ameli der Sekretärin und Zheng Xinhong dem Project Manager) hab ich die definitive Bestätigung. Somit möchte ich mich ihrer Warnung anschliessen, ohne dabei auf sämmtliche potentiellen China Aufträge zu schliessen. Ich hatte schon sehr positive Erfahrungen mit (Singapur) Chinesen gemacht

  • #27

    H.Perfler (Freitag, 21 Juni 2013 14:13)

    @Reissmann. Ich hatte ein aehnliche Anfrage an meine Firma in Bulgarien, jedoch fuer Weine.
    Auch ich habe mich im Vorfeld ueber die Firma in China informiert, schien alles in Ordnung zu sein, auch das Bestellvolumen war nicht uebertrieben hoch.
    So entschied ich mich vor 2 Wochen nach China zu reisen, um mir alles vor Ort anzusehen, es sah alles gut aus, jedoch kamen auf einmal Spesen dazu, die vorher nicht erwaehnt wurden, Markeneintragungen, Labortest und Notar, speziell die Anfrage die genannten Spesen auf ein privates Konto zu ueberweisen weckten mich dann entgueltig auf, durch gezielteres Suchen im Internet bin ich dann unter anderem auf Ihren Eintrag gestossen, sehr gut gemacht, danke dafuer, ich habe auch ein paar Fotos von den Mitarbeitern dort, vielleicht koennen wir ja ein paar austauschen, denn ich glaube die Firma heisst jetzt Xi`An Yalong Import and Export Trade Co., Ltd. und hat ihren Sitz in Xi`an. immer noch fleissig aktiv, ich stehe auch noch in Kontakt mit der Firma und bin gerade am ueberlegen, wie man doch am besten eine Revanche startet.

  • #28

    K. Behrend (Mittwoch, 05 März 2014 13:06)

    Mir ist es ähnlich am 04.December 2013 in Shenzhen ergangen, diese Leute sind eine clevere Bande. An dem Schaden werde ich nicht sterben, trotzdem ist es sehr ärgerlich. Allerdings hätte der Schaden durch die Chinsische Handeslmission Berlin/Peking verhindert werden können, denn diese wurde zweimal per Fax aufgefordert, die Seriosität des Unternehmens Huatuo Techology Co Ltd. zu bestätigen. Wer durch diese Bande geschädigt worden ist kann sich gern unter Email Bahrend56@web.de melden. Wir beabsichtigen gegen China in den USA zu klagen. Unser Anwalt ist beim Surpreme Court zugelassen.

  • #29

    Thomas Reißmann (Mittwoch, 05 März 2014 13:13)

    @H.Perfler gerne können Sie mir eine paar Fotos per Email zuschicken, die Emailadresse finden Sie auf der Kontaktseite, dann werde ich aktuelle Fotos veröffentlichen können.
    @K. Behrend gerne können Sie mich kontaktieren falls Sie Unterstützung bei Ihrem Fall benötigen.

    Vielen Dank für alle Ihre Beiträge, denn nur so können wir zukünftige Betrugsfälle unterbinden.

  • #30

    herr lip (Freitag, 04 Juli 2014 04:48)

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  • #31

    Jörg Sperling (Donnerstag, 09 Oktober 2014 13:12)

    Mir ging es genauso im April 2014. Ich habe auch nicht gezahlt trotz aller Dokumente, welche ich bekommen habe. Als sie das verstanden hatte wurde ich zu Flughafen gebracht obwohl mein Flug erst in 6 Stunden ging.
    Mit mehreren Mails verlangten Sie noch eine Anzahlung um den Vertrag gültig zu machen.
    Anfragen hatte ich ähnliche in der letzten Zeit einige.
    Und auch heute wieder wollte ich ein Produkt kaufen und fand eine Firma die es vertreibt. Antwort kam über Skype mit dem Namen "LOVE". Sehr seriös und natürlich 10% Vorkasse bevor ich Firmen Infos bekomme.
    Es ist Jedem zu raten in China jede Firma im Internet, per Bank und IHK zu prüfen.